Männer müssen Helden sein!

Helden

#004 – Frauen wollen Helden und keine Waschlappen. Dieser Artikel ist Teil der Männlichkeits-Blogparade von Sven und Martin von www.maennlichkeit-staerken.de

Das rhythmische Gestöhne macht mich neugierig. Langsam bewege ich mich in Richtung der Geräuschquelle. Es wird lauter und deutlicher. Dann eine Pause.

Kurz blicke ich verstohlen nach links und rechts. Keiner nimmt Notiz von mir. Stille.

„Aaah“ ertönt es wieder, eine tiefe und kräftige männliche Stimme. „Aaah“, langsam sehe ich ihn vor mir, seinen verschwitzten Oberkörper und wie er sich langsam vor und zurück schiebt. Seine Bewegung wirkt bewusst und voller Konzentration. „Aaah“, entfährt es ihm wieder und unweigerlich fange ich an mitzuzählen. Bei zwölf ist dann plötzlich Schluss. Völlig fasziniert von seiner Statur stehe ich reglos da. Unter dem engen T-Shirt zeichnet sich ein Sixpack ab und ich denke mir nur:

„So sehen Helden aus!“

Als er mich wahrnimmt, dreht er sich mir zu, lächelt mich und fragt: „Andi?“

„So schauts aus“, antworte ich locker und bin gespannt, was jetzt folgt. Meine erste Stunde im Fitnesscenter steht an und mein Trainer Thomas wartet bereits auf mich. Mit Funktionsshirt, enganliegender Laufhose und neuen Turnschuhen stehe ich nun da. Keine Ahnung, was man(n) so trägt im Studio. Irgendwie fühle ich mich fremd, nicht dazugehörend.

Warst Du schon mal in der Muckibude oder gehst sogar regelmäßig dorthin? Kennst Du die musternden Blicke der anderen? Und denkst Dir, bloß keine Blöße geben und auch die zwölfte Wiederholung mit einem souveränen Siegerlächeln durchziehen? Oder bist Du ganz selbst und nur bei Dir?

Fitnessstudio: eine Fabrik für Helden?

Ich bin Outdoor-Mensch und meine Muskeln bilden sich durch den Sport draußen. Beim Klettern habe ich die dicken Arme durchs Klettern bekommen. Der dicke Oberschenkel ist durch tägliches Skifahren so gewachsen. Für mich war der Zusammenhang immer ein funktionaler. Die Muskeln als Mittel zum Zweck, um den Sport besser ausführen zu können.

Die Optik zählt

Hier im Studio geht es auch viel um Optik und um das Trimmen des Körpers hin zu einem Idealbild. Und dazu gehört nun mal, da sind wir uns einig, das Sixpack!

Und genau deshalb bin ich auch da. Mit meinen zarten 45 Jahren ist leider ein unzarter Rettungsring an meine Hüfte gewachsen. Die Wampe oder auch Bierbauch genannt ergänzt das wunderschöne Bild.

Studien belegen, dass der Bauch NICHT vom hohen Bierkonsum kommt, sondern von viel üppigem Essen und/oder von mangelnder Bewegung.

Das Sixpack hat jeder, nur verstecken es die meisten unter einer Fettschicht, was uns zur Frage führt:

Wie lege ich es frei? Doch die viel wichtigere Frage ist doch:

WARUM will ich überhaupt ein Sixpack herzeigen können?

Weil ein echter Mann muskelbepackt ist! Das wird uns zumindest oft genug suggeriert. Helden haben einen großen, starken, muskulösen, meist unrasierten Körper. Das sehen nicht alle Frauen so.

Die Länge des Penis zählt!

Meine Kollegin, eine lebhafte Ende Vierzigerin, misst die Männlichkeit an der Härte und Länge des Penis und an der Fähigkeit, diesen Zustand möglichst lange halten zu können. Optik ist ihr auch wichtig, steht jedoch an zweiter Stelle.

Manche Frauen setzten Männlichkeit mit Gentleman gleich, träumen heimlich von Georg Clooney, der allerdings rasiert ist und schon auf die 56 zugeht. Hm…

Doch dieses smarte und clevere Auftreten ist schon ziemlich sexy und männlich, oder?

Wobei wir jetzt bei meinem persönlichen Favorit sind. Als Kind waren meine Helden Winnetou und Jerry Cotton, die natürlich aus heutiger Sicht ziemlich an Männlichkeit eingebüßt haben.

Heute ist mein Favorit cool, eloquent, Gentleman, muskulös, intelligent, spontan, hart – einfach geil. Es ist James Bond in der fünften Reinkarnation:

Top #1 meiner Helden: Daniel Craig.

Er spiegelt für mich die meisten Attribute der Männlichkeit wieder. Und wem nutzt das jetzt? Natürlich niemand.

Für mich viel interessanter ist die Frage, wann ich mich männlich fühle und wann ich Männlichkeit verspüre? Wann gehöre ich zu den Helden dieser Welt?

Ich verrate es Euch, es ist…

  • beim Startschuss zum Ironman
  • nach dem Schwimmtraining unter der Dusche
  • wenn ich beim Sex oben bin und den aktiven und dominanten Part inne habe
  • als Beschützer von Frau und Familie
  • beim Winterzelten, wenn ich frühmorgens aus meinem verschneiten Schlafsack krieche und fröstelnd versuche, meine gefrorenen Skistiefel anzuziehen, um dann bei minus 15 Grad am Gipfelkreuz stehe und die wärmenden Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht spüre und den Blick ins Tal schweifen lasse.

In diesem Moment fühle ich es am ganzen Körper, das „Helden sein“.

  • Wann fühlst Du dich männlich?
  • Wann spürst Du Männlichkeit in dir?
  • Wann gehörst Du zu den Helden?

Frauen wollen Helden – sie wollen echte Männer und keine Waschlappen!

Viele Männer glauben, wenn sie es ihren Frauen immer recht machen, dann ist das, das Beste, was sie für ihre Beziehung tun können. Das ist leider ein weitverbreiteter Irrtum. Frauen sind mit der Zeit gelangweilt von so einem Mann und suchen dann das Abenteuer wo anders, zum Beispiel in einer Affäre. Frauen wollen einen Mann, den sie respektieren können und das geht nur, wenn er immer wieder etwas Eigenes leistet und dazu darf er SEINEN Wünschen nachgehen. Wenn er dann das Ergebnis präsentiert und von seiner Frau bewundert wird, erst dann wird er in den Kreis der Helden aufgenommen.

Um mehr zur weiblichen Sicht zu erfahren, empfehle ich Dir den Liebe Leben Podcast und den Liebe Leben Blog meiner Frau. In ihrem aktuellen Beitrag „Mann oder Memme“ geht es genau um dieses Thema.

Mein Helden Dasein lebe ich am besten in den Bergen aus. Dort spüre ich noch die Naturgewalten, dort gibt es noch Einsamkeit und Herausforderungen. Dort ist noch am meisten Spielraum für Abenteuer. Und ich genieße es, davon zu erzählen und andere Menschen mit meinen Geschichten zu inspirieren.

„Aaah“ stöhne ich ein allerletztes Mal. Bei herrlichem Sonnenschein blicke ich durch die Panoramascheibe auf Wendelstein und Kollegen. Nach mehreren Wochen im Fitnessstudio lege ich das Gewicht zur Seite und verabschiede mich von den netten Menschen hier im Studio. Ich bin und bleibe Outdoor-Mensch und wahre Helden werden in der Natur gemacht.

Also runter von der Couch und raus ins Abenteuer.

Euer Andi Mittermaier

PS. Über 60 Blogger und Podcaster (innen) haben bei der Männlichkeits-Blogparade einen Beitrag eingereicht. Hier findest du eine kleine Auswahl, um dich noch tiefer und vielseitiger mit dem Thema zu beschäftigen.

Viel Spaß beim Stöbern. Vielleicht hast du noch die ein oder andere Idee zum Thema Männlichkeit. Schreib sie mir doch in die Kommentare. Danke

Posted on 20. Januar 2017 in Allgemein

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